

Das Kitz drückt sich vor Gefahr an den Boden.
Die Geißen bringen jetzt meist zwei Junge zur Welt, die sie bevorzugt im kniehohen Gras an Wiesenrändern ablegen. In den ersten Lebenstagen suchen die Muttertiere die Kitze nur zum Säugen auf. Sind sie wieder weg, drücken sich die Jungen lautlos auf den Boden, um sich vor Gefahr zu schützen. Auch ihr fehlender Körpergeruch tarnt die braunen Fellknäuel mit den weißen Tupfen vor natürlichen Feinden. Zur Flucht sind sie in diesem Alter noch nicht fähig.
Hundebesitzer sollten deshalb ihre Vierbeiner in den nächsten Wochen in der freien Natur an der Leine zu führen. Selbst wenn Bello Bambi nichts tut, allein das Beschnüffeln oder Ablecken könnte dazu führen, dass die Geiß ihr Junges nicht mehr annimmt. Aus diesem Grund sollten auch Spaziergänger, die auf Rehkitze stoßen, diese auf keinen Fall anfassen. Nur bei Gefahr in Verzug die Tiere mit Grasbüscheln fassen und umsetzen.
Auch die vielerorts bevorstehende Heumahd stellt ein erhebliches Risiko für die Jungtiere dar. Gefährdet sind neben Rehwild vor allem Feldhasen und Bodenbrüter. Landwirte werden gebeten den Jagdpächtern Mähtermine rechtzeitig zu melden, so dass die Flächen mit ausgebildeten Jagdhunden abgesucht werden und Jungtiere oder Gelege in Sicherheit gebracht werden können.