Besuch der Tschamber Schule

Erstellt am 09.07.2019

Tasten, Sehen, Lernen

Zwei Vormittage verbrachte die vierte Klasse der Karl-Tschamber Schule auf dem Tüllinger, einen mit Ronja, einen mit Christine. Thema des ersten Tags waren die Sinne. Beim Menschen ist das Auge der wichtigste Sinn, umso verwirrender war das Spiel, bei dem man sich einen Taschenspiegel unter die Nase halten muss, sodass man einen herrlichen Blick in das Kronendach des Waldes, leider aber nicht auf den Boden hat. Auch muss man eine gehörige Portion Vertrauen mitbringen, wenn man mit verbundenen Augen durch den Wald geführt wird. Mit dem Thema Tasten befassten sich auch die auf Kärtchen geschriebenen Suchaufgaben: etwas Weiches, etwas Hartes etc.

Ronja erklärte viel über das Verhalten der Tiere im Wald. Am Beispiel des Fuchs- und Hase-Spiels kann man toll das Thema Raubwildbejagung veranschaulichen. Dass der Wald viele Farben hat, führten sich die Kinder beim Anfertigen einer „Waldpalette“ im wahrsten Sinne des Wortes vor Augen.

Am zweiten Tag ging es mit Christine und den Bracken Ilvy und Drago zu einer Dachsburg. Schon seltsam, wenn man sich überlegt, wie viele Haustüren so ein Bau haben kann. Sogar unter der Straße hat sich ein fleißiger Dachs durchgegraben. Das spart das Aufstellen einer Sohlengängerampel. Wir stellen uns vor, wie sich das für Familie Dachs anfühlt, wenn 24 Viertklässler auf ihrem Hausdach herumturnen. Erdbeben? Am Lernort-Natur-Mobil konnten die Kinder das festigen, was sie mit ihrer Lehrerin Monika Reichert bereits in der Schule erarbeitet hatten. Die Felle wurden teilweise skeptisch, teilweise begeistert begutachtet.

Heute ist ein glücklicher Tag, weil wir hier zusammen die Wildtiere kennen lernen“ meinte eine Schülerin zum Abschluss.

Nun, jeder Tag wird ein bisschen glücklicher, wenn man im Wald unterwegs ist, aber so ein Kompliment tut trotzdem seeeehr gut!

Christine Spickermann / Ronja Wagner

Erstellt am 09.07.2019
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