Dreimaldrei im Wald ...

... die drei dritte Klassen vom Schulzentrum Steinen mit Christine und dem LON-Mobil im Wald

Erstellt am 20.06.2019

Dreimaldrei im Wald

An drei aufeinanderfolgenden Tagen trafen sich drei dritte Klassen vom Schulzentrum Steinen am Waldspielplatz mit Christine, den Hunden und natürlich dem Lernort-Natur-Mobil. Der Lebensraum Wald hat unterschiedliche Wohnzimmer und Etagen, lernten die „Eulen“, die „Füchse“ und die „Mäuse“. Aus dem (Kronen)Dachgeschoss erschollen lautstark die Stimmen zahlreicher Vögel. Die Kinder mutmaßten, dass die Vögel sich über die diesjährige Wohnraumsituation, das Nahrungsangebot wie auch über die Nähe von Fressfeinden (oder neugierigen Schulkindern) austauschten. Denn wo Vögel leben, haben auch die Eichhörnchen ihre Kobel (Nester), und die  lassen sich oft genug Vogeleier schmecken. Im Rahmen einer Lebensgemeinschaft ist eine solche Nahrungskette auch völlig normal.  Dass das Reh und Wildsau eher in der Strauchschicht (im Erdgeschoss), der Fuchs und der Dachs dafür „im Keller“ unter der Erde verstecken, wussten die Kinder bereits. 

Die Vielfalt der Pflanzenwelt wurde ausgiebig betrachtet, erkundet, und auf „Bilderrahmen“ konserviert. So konnten die Kinder einen Teil der Natur mit nach Hause nehmen.

Am Mobil bestaunten die Kinder die unterschiedlichen Felle, die, wie sie schnell herausfanden, für unterschiedliche Überwinterungsstrategien geeignet sind: So muss der Dachs mit seinem spärlich behaarten Bauch nicht den ganzen Winter durch Eis und Schnee stapfen, sondern darf sich, wie auch das Eichhörnchen, zur Winterruhe betten. Das wärmende Fell von Fuchs und Marder lässt sich mit unserer Funktionsbekleidung verglichen: Wenn wir einen Schneeanzug und fabelhafte Stiefel anhaben, verbringen wir den Winter sicher nicht im Bett. 

Wenn wir schon bei Vergleichen sind: Wusstet Ihr, dass die Wildsau eine warme, wasserdichte, dornenfeste Ritterrüstung anhat? 

Christine Spickermann

Erstellt am 20.06.2019
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