Erfolgreiche 72 Stunden-Aktion ...

18 Jugendliche setzen erfolgreich aktiven Naturschutz im HG Biotopverbund Dinkelberg-Wiesental um

Erstellt am 28.05.2019

„72-Stunden, uns schickt der Himmel“, unter diesem Motto stand die bundesweite Sozialaktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). So machten sich 18 Ministrantinnen und Ministranten (die Minis) aus Rheinfelden auf ins Revier Schopfheim-Dinkelberg im Hegering III Wiesental, um dort drei Tage lang aktiven Naturschutz zu betreiben. Das Projekt wurde von Christine Spickermann im Rahmen der Hegegemeinschaft „Biotopverbund Dinkelberg-Wiesental“ konzipiert und als Pilotprojekt für die Hegegemeinschaft organisiert.

Mit betreut wurde die Aktion von Pastoralreferentin Simone Zimmermann, Sr. Marie-Salome und Vikar Holger Cerff, die ebenfalls alle kräftig Hand anlegten. So wurde ein XXL-Insektenhotel errichtet, 20 Nistkästen gebaut, bemalt und angebracht, ca. 100 Heckenpflanzen sowohl im Wald wie auch auf der Feldflur gesetzt, die Äsung und Deckung bieten. In einem Steinbruchbiotop wurden Flugschneisen für Fledermäuse und Vögel freigeschnitten. Die Strauchpflanzen wurden von den Jagdpächtern finanziert, 50 Eunymus-Sträucher wurden von Marianne Koch aus dem Hegering II Dinkelberg bereitgestellt.

Die Jugendlichen machten sich begeistert ans Werk. Selbständig wählten sie die Standorte der Nisthilfen aus, konstruierten aus Paletten das Gerüst für ein Insektenhotel und machten sich im Wald auf die Suche nach Füllmaterial. Im Steinbruchbiotop wurde umsichtig und diszipliniert gearbeitet, um sich nicht gegenseitig zu gefährden. Der anfallende Weichholzsschnitt wurde für die Anlage einer Benjes-Hecke verwendet.

Beim Bau der Nistkästen wurde es bunt, denn mehr als ein 72-Stunden-Logo wurde auf den Holzwänden verewigt und dokumentiert nun eindrucksvoll die Bemühungen der jugendlichen Naturschützer. Zwischendurch wurde ein Igel im Biotop ausgesetzt, ein Hund bemalt (und wieder gewaschen), Wildbret gegrillt und viel Gemeinsamkeit erlebt. Schließlich wurden noch drei Obstbäumchen gepflanzt, die den Insekten Blütenweide und den Tieren Fruchtäsung spenden werden, wodurch der Lebensraum weiter aufgewertet wird.

Das dreitägige Projekt erbrachte nicht nur Biotopverbesserung durch Pflege, sondern zeigte, wie man mit einfachen Mitteln eine Aufwertung des Lebensraums unserer Wildtiere erreichen kann. Wenn dieses Beispiel Schule macht, sind wir dem Ziel des Biotopverbunds ein gutes Stück näher.

Unser herzlicher Dank gebührt den Minis aus Rheinfelden und allen Beteiligten für ihren unermüdlichen Einsatz, Herzblut, Kreativität und den Willen, die Welt mit vielen helfenden Händen ein Bisschen besser zu machen.

Hier noch der Link zum Bericht von Elena Borchers in der Badischen Zeitung:

https://www.badische-zeitung.de/rheinfelden/72-stunden-fuer-die-natur


Und ein Link zum Bericht von Monika Weber

https://www.badische-zeitung.de/schopfheim/baeume-pflanzen-macht-spass--173981636.html

 


Christine Spickermann (Text & Bilder)
Monika Weber (Bilder)

Erstellt am 28.05.2019
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