Erfolgreicher Abschluss der Jungjägerausbildung 2017/18

Freigesprochen: 17 Jungjägerinnen und Jungjäger feiern erfolgreiches Bestehen der Jägerprüfung

Erstellt am 22.05.2018

Der Innenhof des Wasserschlosses Inzlingen bildete am vergangenen Freitagabend (18.05.18) die Kulisse für die so genannte Freisprechung von 17 Jungjägerinnen und Jungjägern, die kürzlich erfolgreich die baden-württembergische Jägerprüfung abgelegt hatten. Ausgestattet mit ihren neuen Jagdhüten standen die frischgebackenen Jagdscheininhaber erleichtert und feierlich gestimmt zwischen ihren Familienangehörigen und Freunden, um den Jägerschlag zu empfangen und so in die Reihen der Jägerschaft aufgenommen zu werden.

Jagdschulleiter Roland Heller erinnerte in seiner Begrüßung an die Mühen und Entbehrungen, welche die siebenmonatige jagdliche Ausbildung nicht nur für die Absolventen selbst, sondern oftmals auch für ihre Angehörigen bedeutet habe. Er rekapitulierte nochmals den anspruchsvollen Unterricht in Fächern wie Wildtierökologie, Feld- und Waldbau, Waffenrecht und Waffenhandhabung, Jagdhundehaltung, Tierkrankheiten, Wildbretthygiene, Jagdrecht und Jagdethik.

Ihr Wissen in Theorie und Praxis mussten die Jagdschüler kürzlich in der staatlichen Jägerprüfung des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz unter Beweis stellen. Insgesamt prüfte die Kommission unter Vorsitz von Dr. Claudia Senn 33 Schülerinnen und Schüler der Jagdschule Heller und der Jagdschule Wiesental. Ein Wermutstropfen sei es schon, so Heller, dass von den 24 ursprünglich angetretenen Prüflingen seiner Jagdschule im ersten Durchgang sieben durchgefallen seien. Allerdings könne die Prüfung schon bald wiederholt werden. Umso mehr freute es den Ausbildungsleiter, dass auch diejenigen, welche zum zweiten Mal zur Prüfung antreten müssen, der Freisprechungsfeier ihrer Mitschüler beiwohnten.

Die Freisprechung wurde von Dr. Eckhard Otto durchgeführt, dem Leiter der Dinkelberger Jagdhornbläser, welche die Feier musikalisch begleiteten. Die Zeremonie an sich bedient sich überlieferter Rituale wie dem Gelöbnis steter Waidgerechtigkeit und dem Jägerschlag mit dem Hirschfänger, den Bürgermeister a.D. Erich Hildebrandt den Jungjägern erteilte. Zermonienmeister Otto führte den Jungjägerinnen und Jungjägern nochmals vor Augen, dass ihre eigentliche Ausbildungszeit mit dem Erwerb des ersten Jagdscheines nun erst beginne. Er wünschte allen einen erfahrenen und verständnisvolle Jagdherren, in der Jägersprache auch Lehrprinz genannt, der die Grünhörner in die Jagdpraxis einführe und ihnen ein waidgerechtes, d.h. ethisch angemessenes Verhalten auf der Jagd näher bringe.

Auch Kreisjägermeister Dietrich Brombacher gratulierte dem jagdlichen Nachwuchs zur bestandenen Prüfung und freute sich die Jungjägerinnen und Jungjäger allesamt als NeumItglieder in der Kreisjägervereinigung der Badischen Jäger Lörrach e.V. begrüssen zu dürfen.

Der nächste Ausbildungszyklus an der Jagdschule Heller, die von der Kreisjägervereinigung mit der Jägerausbildung betraut wurde, beginnt im Oktober. Roland Heller nutzte den feierlichen Rahmen um zwei seiner langgedienten Mitstreiter zu ehren. Er dankte Bernd Wuchner für zehn Jahre und Beatrix Heller für elf Jahre Tätigkeit als Ausbilder.

Die erfolgreichen Absolventen der Jägerausbildung an der Jagdschule Heller sind:
Alexander Bartels, Thomas Bauer, Lucas-Nico Christen, Astrid-Chantal Fricke-Köhn, Julian Heggenberger, Stephan Keller, Maximilian Maurer, Thomas Merkel, Hartwig Rothkegel, Adrian Sälinger, Tobias Sassmann, Jörg Schmidt, Sven Schmidt, Rita Sturm, Raphael Thater, Marc Vollmar und Ronja Wagner.

Claudia Kamensky

Erstellt am 22.05.2018
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