Gemeinsam für das „Urhuhn“: Habitatpflege im Revier Todtnau

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Ein starkes Zeichen für den Artenschutz setzten die Jäger des Hegerings im Rahmen der „Interessensgemeinschaft (IG) Auerwild am Feldberg“. Bei bestem Frühlingswetter trafen sich 14 engagierte Helfer, um im Stadtwald Todtnau aktiv Lebensraum für das bedrohte Auerwild zu schaffen.

Die IG Auerwild ist ein Zusammenschluss der drei Hegeringe aus den Jägervereinigungen Waldshut, Lörrach und Hochschwarzwald. Ihr Ziel ist klar definiert: Das Überleben des Auerwildes im Schwarzwald langfristig zu sichern. Die Jägerschaft bringt sich hierbei auf drei zentralen Ebenen ein:

  1. Durch eine konsequente Prädatorenbejagung,
  2. durch die aktive Mitarbeit beim Auerwildmonitoring,
  3. und durch tatkräftige Habitatspflege vor Ort.

Den Boden bereiten: „Landebahnen“ für das Auerwild

Jagdliches Engagement kann jedoch nur unterstützend wirken, wenn die Basis stimmt: der Lebensraum. Damit das Auerwild eine Chance hat, müssen Waldflächen gezielt aufgelichtet und kleinflächige Lücken geschaffen werden.

Ein entscheidender Faktor ist zudem die Zugänglichkeit der Flächen am Boden. In Geschwend konzentrierten sich die Helfer darauf, Reisig und Äste zu räumen, damit „Landebahnen“ für die schweren Vögel entstehen  und die Küken am Boden ausreichend Bewegungsfreiheit und Deckung finden.

Vorbildliches Engagement der Stadt Todtnau

Die Stadt Todtnau, hat als Waldbesitzerin bereits Vorarbeit geleistet. Auf einer Fläche von 230 Hektar wurden gezielte forstliche Maßnahmen umgesetzt, um das Habitat zu optimieren. Die Jäger konnten hier nahtlos anknüpfen und durch die händische Nacharbeit den „letzten Schliff“ für die Biotopgestaltung geben.

Gemeinschaftssinn und Ausblick

Nach drei Stunden intensiver Arbeit im Gelände kam auch die Geselligkeit nicht zu kurz. Der Hegering lud alle 14 Helfer zum traditionellen Wurstsalatessen ein, bei dem man den Tag Revue passieren ließ.

Die Aktion hat einmal mehr gezeigt: Wenn Forst, Stadt und Jägerschaft Hand in Hand arbeiten, lässt sich für den Artenschutz im Schwarzwald viel bewegen. Ein herzliches Waidmannsdank an alle Helfer, die angepackt haben!