Ein Tag wie ein Jäger – Kinder entdecken die Natur in Bad Bellingen

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Bad Bellingen, 10. September 2025 – Beim diesjährigen Kinderferienprogramm der Gemeinde Bad Bellingen durften sich die kleinen Naturforscherinnen und -forscher auf ein ganz besonderes Abenteuer freuen: „Ein Tag wie ein Jäger“. Der vom Lernort Natur durchgeführte Tag war so beliebt, dass alle Plätze ausgebucht waren.

Der Weg führte uns zunächst vorbei an den Reben, wo gerade kräftig „geschüttelt“ wurde, und dann hinein in den Wald. Lebendige Tiere konnten keine entdeckt werden – abgesehen von ein paar neugierigen Nacktschnecken – aber wahrscheinlich war es einfach zu laut ;-)

Dafür gab es jede Menge spannendes Wissen rund um die heimischen Waldbewohner, die in Form von Tieraufstellern den Weg säumten. Außerdem konnten die eindrucksvollen Eingänge der massiven Dachsbauten bestaunt werden.

Und natürlich weiß nun dennoch jeder – dank des Lernort Natur Anhängers – wie sich ein echter Fuchs, Dachs, Wildschwein und auch Marder anfühlt. 

Ein besonderes Highlight des Tages war auch der Moment, als jedes Kind einmal auf einem Hochsitz Platz nehmen durfte. Dort oben herrschte eine ganz besondere Stimmung: idyllische Ruhe und ein weiter Blick in die Natur. Auch wenn unten die Stimmen der anderen Kinder zu hören waren, strahlte der Platz auf dem Hochsitz eine einzigartige Zufriedenheit aus. Viele Kinder ließen sich von dieser Atmosphäre anstecken – und mehr als einmal huschte dabei ein leises Lächeln über ihre Gesichter: Es ist „besser als Fernsehen“ und „schöner als im Zoo“.

Ein wichtiger Teil des Programms war auch der Blick auf die Aufgabe der Jäger im Ökosystem Wald. Die Kinder erfuhren, dass Jäger nicht nur Wildtiere bejagen, sondern sich vor allem um Hege und Artenschutz kümmern. Dazu gehören das Beobachten von Wildbeständen, das Schaffen von Lebensräumen, das Anlegen von Wildwiesen und das Unterstützen gefährdeter Arten. So tragen Jägerinnen und Jäger aktiv dazu bei, das natürliche Gleichgewicht im Wald zu erhalten.

Genau an diesen Gedanken knüpfte der praktische Teil des Programms an. Unterwegs sammelten die Kinder allerhand Nistmaterial – kleine Zweige, Rindenstücke, Moos und Pflanzenreste und nach einer gemütlichen Mittagspause wurde es dann handwerklich: Es wurde geschraubt, geschmirgelt und gehämmert. Am Ende entstanden wunderschöne, individuelle Insektenhotels – jedes ein Unikat. 

Damit haben die Kinder – ganz wie echte Jägerinnen und Jäger – selbst einen Beitrag zum Artenschutz geleistet. Denn ohne geeignete Lebensräume können viele Insektenarten nicht überleben. Und gerade sie sind für das gesamte Ökosystem von unschätzbarem Wert, denn: „Ohne die Kleinsten haben die Größten keine Chance.“

Der Tag bot eine gelungene Mischung aus Abenteuer, Wissen und Kreativität. Die Kinder nahmen nicht nur ihre selbst gebauten Insektenhotels mit nach Hause, sondern auch ein neues Verständnis dafür, wie wichtig der Schutz von Lebensräumen ist und wie Jägerinnen, Jäger und Naturschutz Hand in Hand gehen.

Ein herzliches Dankeschön an Sabrina Franke und ihren Papa, die uns nicht nur das Revier zur Verfügung stellten, sondern uns auch im Vorfeld einen schönen Rundgang zeigten und den perfekten Platz für Mittagspause und Werkeln zur Verfügung stellten.