„Lernort Natur“ im Städtischen Bildungshaus – Kita Langenau

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Langenau, 6. August 2025 – Nachdem der erste Termin buchstäblich ins Wasser gefallen war, konnten sich nun auch die 5- und 6-jährigen Kinder der Kita Langenau auf ihren „Tag wie ein Jäger“ freuen. Diesmal spielte das Wetter perfekt mit: strahlender Sonnenschein, blauer Himmel – und im schattigen Wald herrschte eine angenehm kühle Luft, die für beste Entdeckerlaune sorgte.

Gleich zu Beginn ging es hinaus aufs Feld, das trotz trockenen Sommertemperaturen morgens noch recht feucht war und für den ein oder anderen nassen Schuh sorgte. Hier wartete das erste große Abenteuer: Jeder durfte den Hochsitz erklimmen und von dort aus nach Tieren Ausschau halten. Zwar handelte es sich nicht um echte Waldbewohner, sondern um realistische Aufsteller, doch die Freude war genauso groß. 

Bei doch schon sehr sommerlichen Temperaturen genossen die Kinder den Wechsel in den Wald, dessen dichtes Blätterdach für wohltuenden Schatten sorgte. Auch dort versteckten sich noch weitere Tiere, die sich jedoch alle gleich anfühlten – unabhängig davon, ob es ein Reh, ein Fuchs oder ein Wildschwein darstellt.

Wie sich diese Tiere in Wirklichkeit anfühlen, konnten die kleinen Naturforscher anschließend hautnah erleben. Ob eine weiche Rehdecke, die feste Schwarte vom Dachs, die kräftige Schwarte des Wildschweins, der dichte Fuchs-, der feine Hasenbalg oder der besonders weiche Balg von Baummarder, Steinmarder und Iltis – jedes Präparat durfte angefasst, gestreichelt und genau betrachtet werden.

Zum Abschluss des Vormittags stand das „Fuchs-Hase-Spiel“ auf dem Programm. Dabei lernten die Kinder spielerisch, dass es in der Natur ein Gleichgewicht zwischen Beutegreifern und Beutetieren geben muss. Wenn sich der Fuchsbestand zu stark vergrößert, ist das schlecht für die Hasen – ihre Zahl nimmt schnell ab. Deshalb gehört es zu den Aufgaben eines Jägers, den Bestand bestimmter Raubtiere wie den Fuchs zu regulieren (Prädatorenbejagung), damit auch andere Tierarten – wie eben der Hase – geschützt und erhalten bleiben.

Mit strahlenden Gesichtern und vielen neuen Eindrücken kehrten die Kinder zurück in den Kindergarten. Ein herzlicher Dank gilt erneut Uwe Dabelstein, der nicht nur sein Revier zur Verfügung stellte, sondern auch geholfen hat, den jungen Entdeckern einen erlebnisreichen, lehrreichen und unvergesslichen Tag im Grünen zu bereiten.